Erster Tag in Dublin, und da wir so ziemlich „rechts außen“ von Dublin wohnen, ist die Richtung in die man für eine erste Erkundung zu Fuß losläuft, relativ vorgegeben. Im Dockviertel, das man in Dublin vom Seeweg aus als erstes durchfährt, wird schon ziemlich deutlich, dass Irland zur Zeit gar nicht soo viel Geld zu haben scheint – überall sind neue, architektonisch ausgefuchste Gebäude, die, wenn sie denn nicht aus Geldmangel noch Rohbauten sind, gerne mal leerstehen.
Über einen Abstecher über den Stadtteil Temple Bar (da sind die „richtigen“ Pubs von Dublin, da geht’s sicher später auch noch hin) sind wir zunächst mal zum Trinity College. Da gäbe es sicher unglaublich viel Kultur und Architektur zu sehen, wir haben uns aber mal auf die augenscheinlichsten Dinge konzentriert – oh eine glänzende goldene Kugel! Eine ähnliche Kugel des selben Künstlers steht auch in Rom und zieht dort Touristen an.
Strebsame Studenten die wir sind, schlenderten wir natürlich einmal zum anderen Ende des Campus, der abseits der Touristenschleuse am Eingang gar nicht so viel spektakulärer aussieht als andere Unis. Den ursprünglichen Plan, mit dem Book of Kells ein wenig bezahlpflichtige Kultur in unsere Tour zu integrieren, haben wie angesichts der Schlange vor dem Eingang zur Library relativ schnell verworfen (hier wieder ein Profi-Tipp von Thomas: „Hättet ihr euch einfach schnell zwei Studenten aufgerissen, die können da kostenlos mit zwei Personen rein, und das an der Schlange vorbei“).
Im weitern Zickzack-Kurs führten uns die Schritte zum Dublin Castle, in dessen Innenhof Künstler ziemlich geniale Skulpturen aus Sand formen. Im später hinzugefügten (und tatsächlich als Hubschrauberlandeplatz konzipierten) Schlossgarten haben wir dann die Füße etwas hochgelegt, um etwas später zur St. Patrick’s Cathedral aufzubrechen und in deren Garten zum Mittag zu snacken.
Dublin heißt auch Guinness Storehouse, und da sind wir dann auch hin, immer der Nase nach, die Gerste riecht man gut und gerne 300 Meter gegen den Wind. Die Tour durch das Storehouse ist durchaus ziemlich gut aufgemacht und schließt von den Zutaten bis zur Guinness-Werbung so ziemlich alles ein, einschließlich natürlich Verkostung und Selber-Zapf-Zertifikat. Jedoch: drei von vier Personen finden, dass das schwarze Gesöff, nun ja, nicht direkt eine Gaumenfreude ist. Aber es riecht zumindest ganz lecker (Meinung des Autors).
In der „Gravity Bar“ im obersten Stockwerk der Brauerei gibt sich dann die Möglichkeit, sowohl ein wunderbares Panorama über Dublin zu genießen, als auch das selbst eingebrockte da gezapfte Bier unauffällig abzugeben, ähem. Der erste Tag in Dublin fand sein Ende dann stilgerecht im Pub – des Tages-Laufpensums wegen jedoch in dem um die Ecke in den Docklands und nicht in Temple Bar.














