Mit ein bisschen Pech wären wir ja noch länger in Irland geblieben. Auch wenn die Aussage „Wir haben uns aus Versehen auf einem Spielplatz eingesperrt“ kein Stück weit gelogen ist, hätte uns das am Flughafen wahrscheinlich keiner als Begründung abgenommen, dass wir unseren Flug verpassen. Ist ja aber nochmal gut gegangen. Wir sind also wieder zurück in München, und das mit einem spitzen Empfangskomitee! Die schauen zwar auf dem Foto etwas grimmig (das muss man so, wenn man am Flughafen ein Namensschild in der Hand hält), sind aber in echt aber alle sehr lieb.
An dieser Stelle noch mein persönliches Fazit. Das hat sich (neben vielem Anderen) gelohnt:
- Mietwagen – Ohne den wäre die Tour nicht so flexibel gewesen.
- Guinness Storehouse – Mir schmeckt’s zwar nicht, aber die Tour ist hübsch aufgemacht.
- Whiskey-Destillerien – Oioioi, Mittagswhiskey!
- Cliffs of Moher – Kosten zwar „Eintritt“, sind aber wirklich spektakulär.
- Mitchelstown Cave – Wunderschöne Tropfsteinhöhle in Familienbesitz und daher ohne hektisches Drumrum.
- Kilmainham Gaol – Klasse Gefängnistour für kleines Geld.
- Paddy’s Palace auf der Dingle Peninsula – Wenn ihr in der Region ein Hostel sucht, dann nehmt dieses. 10 min nach Norden ist man schon in den Bergen, nach Süden am Strand, und die Louisa vom Hostel freut sich unglaublich, wenn entspannte Gäste da sind. Bonus: Tanzen lernen im angrenzenden Pub.
Das wurde von meinen Erwartungen an Irland erfüllt:
- Die Landschaft – Das ist wirklich alles soo hübsch da. Grüne Berge und Ebenen, hübsche Küsten, geniale Klippen. Und die National Parks lohnen sich auch mal so richtig.
- Der Regen – Alles dabei von gar nicht über kaum spürbar bis große Tropfen. Letztere zum Glück nur während den Autofahrten. Sowieso hat das mit dem Wetter optimal hingehauen, uns hat nur vielleicht einem Tag unangenehme Nässe erwischt.
- Die Ruinen – Wirklich überall tauchen unterwegs Ruinen von Kirchen, Klöstern und Türmen auf. Meistens noch mit passender Landschaft drumherum.
- Die Straßen – winzige Straßen, die man der Beschilderung mit 80 bzw. 100 km/h befahren darf. Oder soll. Generell scheint die Verkehrsregelung in Irland nach dem übertrieben-oder-gar nicht-Prinzip zu funktionieren.
Das fehlt mir noch so ein bisschen:
- Mehr Schafe – Vielleicht bin ich das auch nur so aus Schottland gewohnt, dass die sich freilaufend in den Bergen tummeln.
- Mehr Standing Stones/Grabanlagen/Stone Forts/Stone Circles – Die bekommt man in zwei Wochen nicht alle unter einen Hut.
- Mehr Nordirland – Siehe Zeitproblem oben.
- Mehr irische Folkmusik in Pubs – Da haben wir wohl nicht gründlich genug gesucht.
So viel damit also zu dem begleitenden Blog unserer kleinen Irlandrundreise. „Irland mit den Besten <3“!
Herzlichst, Tim


