Dublin, die… Autofahrt nach Galway – 15.08.

Der Tourguide in der Jameson-Distillery hat seinen Whiskey derart über den grünen Klee gelobt, dass wir das natürlich nicht ohne Vergleich so stehen lassen können. Tripple distilled, pah, das kann ja jeder draufschreiben. Deshalb: Auf nach Kilbeggan zur Locke’s Distillery, um gegenzutesten. Mit dem  Mietauto, das uns pünktlich um 9 vor der Haustür stand.

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Urteil eines passionierten nicht-bis-wenig-Trinkers: Der Herr Jameson hatte schon gar nicht so unrecht. Uns hat auch das erste mal das irische Wetter eingeholt, deshalb gab’s Mittag auf dem Parkplatz im Auto.

Weiter nach Galway auf der (so wirkt es zumindest) einzigen und Mautpflichtigen Autobahn in Irland, um von dort unsere Tour über die nächsten Tage an der Westküste fortzusetzen. In Galway kann man sich neben dem Hafen noch allerlei Sehenswürdigkeiten, wichtigen Gebäude, Kathedralen… oh eine Schaukel! Ok, dann halt den restlichen Nachmittag  auf dem Spielplatz rumalbern.

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Leider ist Galway schon ordentlich touristifiziert, deshalb gestaltet sich die Suche nach einem „richtigen „Pub“ mit Livemusik etwas schwierig. Trotzdem haben wir eine nette Lokalität aufgetrieben und uns mit, wenn zwar nicht traditionellen Folk- immerhin mit Musik berieseln zu lassen.

Wir machen uns hier in Galway auch schon kräftig Freunde: Genannt seien da die eine deutsche Gruppe im Hostel („Benny du kannst die nicht einfach beleidigen!“ – „Ach die sprechen sicher kein deutsch“) und die Frau mit der überbordenden Oberweite im Pub, die sich wohl gerne mit der Julia geprügelt hätte.

Dublin, die Zweite – 14.08.

Zweiter Tag, alles ein bisschen entspannter heute. Eigentlich hätte uns die Ereigniskarte nicht über Start sondern direkt ins Gefängnis geführt, namentlich das Kilmainham Gaol-Gefängnismuseum, aber nachdem wir von den Münchner Nahverkehrsverhältnissen verwöhnt den Bus gerade verpasst haben und nicht 50 Minuten auf den nächsten warten wollten, entschieden wir uns, die für den Nachmittag geplante Old Jameson Distillery vorzuziehen.

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Aber Whisky am frühen Nachmittag, oioioi, das entschleunigt die Tagesplanung dann doch etwas, und anstatt die weite Tour zum Gefängnis zu nehmen, traten wir etwas kürzer und begnügten uns damit, in der Innenstadt einigen ziemlich guten Straßenmusikern zu lauschen und uns über den Modegeschmack der Dubliner Jugend zu wundern. Falls jemand die Neunziger sucht – hier sind sie gerade.

Der Abend klingt gerade gemütlich bei einem Film aus, davor haben wir den Thomas noch bei seinem Arbeitgeber (irgendwas mit so Social-Media-Zeug) besucht um dort kostendämpfend zu Abend zu essen. Und über Wakeborder im Seitenarm des River Liffey zu lästern. Und um Billard zu spielen, und Kicker und Airhockey. Und uns aus der Fülle an kostenlosen Snacks für die Autofahrt morgen einzudecken. Ja, so arbeitet der Thomas.

Apropos Autofahrt: Gary von greatislandcarrentals.de meldete sich, er stellt uns morgen unseren Wagen vor die Haustür. Alles einfacher als gedacht! Sofern er sich geschickter anstellt als Eddy Murphy am Montag.

Dublin, die Erste – 13.08.

Erster Tag in Dublin, und da wir so ziemlich „rechts außen“ von Dublin wohnen, ist die Richtung in die man für eine erste Erkundung zu Fuß losläuft, relativ vorgegeben. Im Dockviertel, das man in Dublin vom Seeweg aus als erstes durchfährt, wird schon ziemlich deutlich, dass Irland zur Zeit gar nicht soo viel Geld zu haben scheint – überall sind neue, architektonisch ausgefuchste Gebäude, die, wenn sie denn nicht aus Geldmangel noch Rohbauten sind, gerne mal leerstehen.

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Über einen Abstecher über den Stadtteil Temple Bar (da sind die „richtigen“ Pubs von Dublin, da geht’s sicher später auch noch hin) sind wir zunächst mal zum Trinity College. Da gäbe es sicher unglaublich viel Kultur und Architektur zu sehen, wir haben uns aber mal auf die augenscheinlichsten Dinge konzentriert – oh eine glänzende goldene Kugel! Eine ähnliche Kugel des selben Künstlers steht auch in Rom und zieht dort Touristen an.

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Strebsame Studenten die wir sind, schlenderten wir natürlich einmal zum anderen Ende des Campus, der abseits der Touristenschleuse am Eingang gar nicht so viel spektakulärer aussieht als andere Unis. Den ursprünglichen Plan, mit dem Book of Kells ein wenig bezahlpflichtige Kultur in unsere Tour zu integrieren, haben wie angesichts der Schlange vor dem Eingang zur Library relativ schnell verworfen (hier wieder ein Profi-Tipp von Thomas: „Hättet ihr euch einfach schnell zwei Studenten aufgerissen, die können da kostenlos mit zwei Personen rein, und das an der Schlange vorbei“).

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Im weitern Zickzack-Kurs führten uns die Schritte zum Dublin Castle,  in dessen Innenhof Künstler ziemlich geniale Skulpturen aus Sand formen. Im später hinzugefügten (und tatsächlich als Hubschrauberlandeplatz konzipierten) Schlossgarten haben wir dann die Füße etwas hochgelegt, um etwas später zur St. Patrick’s Cathedral aufzubrechen und in deren Garten zum Mittag zu snacken.

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Dublin heißt auch Guinness Storehouse,  und da sind wir dann auch hin, immer der Nase nach, die Gerste riecht man gut und gerne 300 Meter gegen den Wind. Die Tour durch das Storehouse ist durchaus ziemlich gut aufgemacht und schließt von den Zutaten bis zur Guinness-Werbung so ziemlich alles ein, einschließlich natürlich Verkostung und Selber-Zapf-Zertifikat. Jedoch: drei von vier Personen finden, dass das schwarze Gesöff, nun ja, nicht direkt eine Gaumenfreude ist. Aber es riecht zumindest ganz lecker (Meinung des Autors).

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In der „Gravity Bar“ im obersten Stockwerk der Brauerei gibt sich dann die Möglichkeit, sowohl ein wunderbares Panorama über Dublin zu genießen, als auch das selbst eingebrockte da gezapfte Bier unauffällig abzugeben, ähem. Der erste Tag in Dublin fand sein Ende dann stilgerecht im Pub – des Tages-Laufpensums wegen jedoch in dem um die Ecke in den Docklands und nicht in Temple Bar.

Up, up and away – 12.08.

Am 12.08. stand dann also die  Reisegruppe pünktlich am Münchner Flughafen bereit – Im Gegensatz zu unserem Airbus 320 von Aer Lingus, der sich eine halbstündige Verspätung genehmigte. (Fun Fact: Einer der vier hat damit zum ersten Mal in einem Flugzeug gesessen. War aber alles prima.) Sichtlich genervt von ihrem Arbeitstag waren die Flugbegleiterinnen, aber hey, das ist halt leider ihr Job, freundlich zu sein, hätten sie sich halt einen anderen Gelderwerb suchen sollen. Taxifahrer zum Beispiel.

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In Dublin angekommen, fuhr uns Eddy Murphy – wir hätten ihn auch nicht erkannt, stünde es nicht auf seinem Beförderungsausweis – mit seinem Taxi zu unser Unterkunft beim Thomas (danke Thomas!). Wenigstens war er so nett, das Taximeter zu stoppen, als er sich noch zehn Minuten zu unserer Adresse durchfragen musste. Aber hey, das ist halt leider sein Job, Adressen zu kennen, hätte er sich halt einen anderen Gelderwerb suchen sollen. Flugbegleiter zum Beispiel…

Morgen steht dann eine erste touristische Erkundungstour durch Dublin an, wir werden sehen, wohin uns die Wege führen.

Eine Reise, die ist lustig

Das ist er also, der Beginn unseres Irlandurlaubs. Die Fokusgruppe Irland-Rundreise, bestehend aus @juolia, @vroooniii, @bangstwurm und dem @fituw, hat sich zum Ziel gesetzt, durch einen 14-tägigen Betriebsausflug die Reize der grünen Insel zu erkunden.

In der Planung führt die Reise von München nach Dublin, nach zwei Tagen Aufenthalt dort schnappen wir uns einen Mietwagen und fahren weiter an die Westküste mit Übernachtungen in Galway und bei den Cliffs of Moher, nach Südwesten rund um die Stadt Killarney, abschließend zurück nach Dublin und von dort aus wieder in die traute Heimat. Soweit in der Theorie. Wie sehr das klappt, hängt ein bisschen von der Kompetenz unserer Autovermietung ab.

Es verhält sich nämlich so, dass  quasi alle Autovermietungen in Irland ein Mindestalter von 25 Jahren voraussetzen (gerne auch etwas verklausulierter, dass verlangt wird, für mindestens 8 Jahre einen Führerschein führen zu können, was de facto auf das selbe herausläuft). Eine mögliche Option bieten wenige Vermietungen wie etwa Sixt, die das Mindestalter auf 21-23 herabsetzen, dafür einen Versicherungsaufschlag aka Jugendstrafe von 25-40€/Tag kassieren. OK haben wir uns gedacht, zu viert lässt sich das tragen, cool wäre es aber günstiger.

Einziger Anbieter der nichts dergleichen verlangt, ist greatislandcarrentals.com. Ziemlich verdächtig, dachten wir uns, aber da sie selbst auf Nachfrage keinen Jugendaufschlag verlangen,  haben wir mal zugeschlagen (Protipp: Eine „Youth Fee“ erfüllt nicht drei Wünsche, sondern kostet teuer Geld). Nur sitzt die Firma nur in Cork , verlangt deshalb 2×80€ für den Transfer nach/von Dublin, und, was  dann vielleicht noch zu einem Problemchen führen könnte, hat keinen konkreten Übergabeort angegeben. Dublin City Centre könnte halt an so ziemlich vielen Orten sein. Aber lassen wir uns überraschen.